Tagesgeld oder Festgeld: Was ist der Unterschied

Tages- wie auch Festgeld sind zwei komplett unterschiedliche Finanzangebote, die von Seiten der Banken den Sparern zur Verfügung gestellt werden. Bei der Tagesgeld-Variante handelt es sich um eine flexible Geldanlage, während das Festgeld hingegen nur jenen Sparern empfohlen werden kann, die eine bestimmte Summe für einen bestimmten Zeitraum veranlagen wollen.

Das Tagesgeld

Das Tagesgeld steht für flexibles Sparen. In der Regel kann das Konto ohne eine Mindesteinzahlung eröffnet werden; es gibt zudem auch keine Kündigungsfrist. Das bedeutet, dass das Konto - jederzeit und ohne Verluste - gekündigt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Das Guthaben steht jederzeit zur Verfügung - das heißt, wer am Montag 2.000 Euro auf das Tagesgeldkonto überweist und am Mittwoch feststellt, es werden 1.500 Euro benötigt, so kann das Geld problemlos wieder auf das Referenzkonto, in der Regel handelt es sich dabei um das Girokonto, rücküberwiesen werden. Auch wenn die Zinsen, die derzeit für Tagesgeldkonten angeboten werden, unattraktiv sind, so ist das Tagesgeld eines der beliebtesten Sparformen - einerseits ist das Guthaben bis 100.000 Euro/Kunde abgesichert (gesetzliche Einlagensicherung), andererseits gibt es keine Schwankungen, sodass Verluste praktisch unmöglich sind.

Das Festgeld

Beim Festgeld handelt es sich um eine Geldanlage, die vorwiegend Anlegern empfohlen werden kann, die einen Betrag für mehrere Monate (oder auch Jahre) veranlagen wollen. Der Vorteil ist, dass hier weitaus bessere Konditionen als beim Tagesgeldkonto angeboten werden. Liegen die Zinssätze beim Tagesgeld aktuell zwischen 0,3 Prozent und 0,6 Prozent, so gibt es bei Festgeldveranlagungen mitunter Zinssätze zwischen 1,00 Prozent und 1,50 Prozent. Zu beachten ist, dass viele Anbieter eine Mindestsumme, die in der Regel bei 2.500 Euro liegt, vorschreiben. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich. Auch hier gilt: Das Festgeld ist eine ausgesprochen sichere Form der Veranlagung, weil auch hier die gesetzliche Einlagensicherung greift und garantiert, dass der Kunde den Betrag, sofern dieser nicht die 100.000 Euro-Grenze übersteigt, zur Gänze ausbezahlt bekommt, sofern die Bank zahlungsunfähig wird.

Worauf beim Vergleich zu achten ist

Wer wissen will, welcher Anbieter die besten Zinsen hat, muss einen Tagesgeld oder auch Festgeld Vergleich durchführen. Zu beachten ist an dieser Stelle, dass Tages- wie auch Festgeldkonten kostenlos sind - wer einen Vergleich durchführt, muss sich also nur auf die Zinsen konzentrieren.